Trachtenverein Gersthofen

Sie gehen fürs Brauchtum in die Luft

Die Gersthofer Trachtler feiern fesch herausgeputzt ihren 95. Geburtstag. Das macht auch den Gästen Spaß.

Von Diana Deniz

Der Heimatabend machte Jung und Alt sowie den Aktiven und den Zuschauern Spaß.

Der Heimat- und Volkstrachtenverein Gersthofen lud zu seinem 95. Jubiläum zum großen Heimatabend in die Stadthalle Gersthofen ein. Bei festlich geschmückter Bühne und Tischen im Saal war der Rahmen perfekt.

Die Veranstaltung war nahezu ausverkauft. Der gesamte Abend war ein Augenschmaus und Hörgenuss. Die Gersthofer verstehen es, das bayerische Brauchtum zu pflegen, ganz nach ihrem Motto „Treu dem guten alten Brauch“.

Jedes Madl und jeder Bub war fesch herausgeputzt mit ihren Miesbacher Trachten. Tatkräftig musikalisch unterstützt wurde der Verein von der Schwäbischen Trachtenkapelle Hirblingen unter der Leitung von Georg „Schorsch“ Miller.

Vorsitzender Reinhold Dempf übernahm gemeinsam mit Sebastian Pfiffner eine gelungene pfiffige Moderation – Reibereien zwischen Alt und Jung waren g’schert, gewollt und lausbubenhaft lustig. Ehrenvorsitzender Gerhard Mögele war heuer leider erstmals nicht mit dabei, da er erkrankt war, und wurde wirklich vermisst beim Fest.

Ein absoluter Hingucker war natürlich die Jugendgruppe. Leiterin Karin Hauber und ihre Jungschar mit Kindern ab zwei Jahren waren einfach herzerfrischend anzusehen beim Tanzen. Während die Mädchen mit aufwendig geflochtenen und gesteckten Haaren sich auf die Drehungen konzentrierten und ihre Schürzen fliegen ließen, glänzten die Burschen mit ihren Schuhplattlern und Haxnschmeißern.

Die Aktivengruppe zeigte den traditionellen Bauernwalzer. Richtig urig wurde es mit der beliebten Gruppe der Goaßlschnalzer (Leitung Werner Rester), die es erst seit 1999 bei den Trachtlern gibt. Männer und Frauen stellten sich inmitten des Saales auf die Tische und schnalzten im Takt mit ihren Peitschen. Das knallte in der Stadthalle und beeindruckt einfach immer und immer wieder.

Faszinierend auch der Brauch des Steckentanzes, bei dem die Männer mit langen Stecken nicht nur tanzen, sondern auch Rhythmen schlagen. Ein kleines Theaterstück hat bei den Heimatabenden Tradition. Heuer bewies „Der Bürgermeister von Itzelbach“, gespielt von Thomas Liebhard, Diplomatie, indem er einem Witwer (Benedikt Heßler) mit drei Kindern nicht nur zu einer Wohnung verhalf, sondern auch gleich noch zu einer Frau (Katharina Zehner) und Mutter für seinen Nachwuchs. Diese wiederum wurde dafür ihre unliebsame Untermieterin (Anke Hirsch) endlich los.

Fazit: Rundum eine unterhaltsame und schöne Veranstaltung, die den Zuschauern wie auch Aktiven vor und hinter der Bühne Spaß und Freude machte.

Quelle: http://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg-land/Sie-gehen-fuers-Brauchtum-in-die-Luft-id33843787.html

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