Trachtenverein Gersthofen

Vereinsgeschichte

15. August 1920

Heimatbewusste Bürger gründeten in der Bahnhofrestauration den "Gebirgstrachten-Erhaltungsverein D'Lechtaler".

 

1922

Die Vereinsfahne wurde im Kloster der Franziskaner in Auftrag gegeben. Als Pate fungierte bei der feierlichen Fahnenweihe am 1. Juli 1922 der Trachtenverein "Alpenrose Stamm" aus Augsburg-Oberhausen.

 

1925

Es entstand durch Männer aus dem Oberland ein zweiter Verein, "Theater- und Erhaltungsverein D'Wendelstoaner".

 

1929

Auch die "D'Wendelstoaner" beschafften sich eine Fahne mit unserer Pfarrkirche St. Jakobus auf der Vorderseite und den Berg Wendelstoa auf der Rückseite. Als Pate stellte sich bei der Fahnenweihe am 12. Mai 1929 der Bruderverein "D'Schlierseer" Lechhausen ein.

 

1935

Die längst fällige Vereinigung beider Vereine gab sich am 3. Februar den Namen "Heimat- und Volkstrachten-Verein Gersthofen gegr. 1920".

 

1941

Am 15. November erfolgte die letzte Versammlung während des 2. Weltkrieges.

 

1946

Leider forderte dieser Krieg auch unter unseren Mitgliedern seine Opfer und so dauerte es bis zum 2. März 1946, bis wieder eine Versammlung einberufen werden konnte.

 

1948

Es waren die Gersthofer Trachtler, die sich als erster Verein nach Kriegsende am 11. Juli wieder an die Durchführung eines Festes wagten. Das 20. Gautrachtenfest des Altbayrisch-Schwäbischen Gauverbandes belebte das düstere Straßenbild der damaligen Zeit.

 

1952

Anläßlich der Fahnenweihe am 14. Juni stand unser Verein beim Heimat- und Volkstrachtenverein Haunstetten Pate.

 

1954

Auch bei dem Trachtenverein "Schmuttertaler Gablingen" übernahmen wir die Patenschaft zur Fahnenweihe, die am 18. Juli stattfand.

In diesem Jahr sagte sich der Gersthofer Verein, nach internen Querelen und Meinungsverschiedenheiten mit dem Gau, vom Altbayrisch-Schwäbischen Gauverband los und schloss sich dem Landesverband an.

 

1955

Das Geschenk einer Holzbaracke der damaligen Farbwerke Hoechst AG, die am 16. Juli geweiht wurde, war der Grundstein für ein eigenes Vereinsheim.

 

1967

Die baufällig gewordene Holzbaracke wurde nach einjähriger Bauzeit und 6.000 Stunden Eigenleistung durch einen Massivbau ersetzt, der am 3. und 4. Juni eingeweiht wurde.

Nach dreizehnjähriger Zugehörigkeit beim Landesverband hatte man eingesehen, dass die 1954 getroffene Entscheidung nicht richtig war und stellte einen Antrag an den Albayrisch-Schwäbischen Gauverband auf Wiederaufnahme, der von den Delegierten mit großer Mehrheit angenommen wurde.

 

1968

Es war der Initiative von Gauehrenvorplattler und Ehrenmitglied Georg Steinbeißer zu verdanken, dass eine neu formierte Jugendgruppe und eine Sängergruppe das Vereinsleben bereicherten. Sie stellten sich am 19. April erstmals der Öffentlichkeit vor.

 

1970

In einem Festzelt neben der TSV Turnhalle wurde das 50-jährige Gründungsfest gefeiert.

 

1982

In diesem Jahr kam der älteste Trachtenverein unseres Gauverbandes, der Trachtenverein "Alpenrose Stamm" - der 1922 bei uns Pate stand - seinerseits zur Weihe einer neuen Fahne zum Patenbitten und wir kamen dem Wunsch unseres Nachbarvereins am 4. Juli gerne nach.

 

1983

Unser Verein beteiligte sich recht zahlreich am Trachtenaufmarsch zum 100-jährigen Bestehen der Trachtenbewegung.

 

1985

Den Festgottesdienst des Gaufestes anläßlich der 2000-Jahrfeier der Stadt Augsburg gestalteten u.a. die "Gersthofer Sänger" mit Liedern aus der Bauernmesse.

 

1990

Zu der seit Jahren bestehenden Haus- und Volksmusik kam eine Musikjugendgruppe dazu. Erweitert wurde auch die Pflege des Volksliedes durch den "Gersthofer Zwoag'sang", der inzwischen in der näheren und weiteren Umgebung einen guten Ruf genießt.

 

1991

Vom 7. bis 9. Juni hatte unser Verein die ehrenvolle Aufgabe, das 63. Gaufest des Altbayrisch-Schwäbischen Gauverbandes auszurichten. Der Festsonntag kann als Höhepunkt der Vereinsgeschichte angesehen werden, an dem ein bis dahin für Gersthofen einmaliger Festzug mit ca. 2500 Personen teilnahmen. 60 Trachtenvereine in und außer Gau mit der Vielfalt der Trachten, 20 Musikkapellen und 20 Ortsvereine zogen vom Festplatz zur Pfarrkirche St. Jakobus und bildeten im Gegenzug auf der alten B2 ein farbenprächtiges Bild. Mehrere tausend Menschen säumten die Straßen und beklatschten dieses Ereignis.

 

1994

Die TSV-Turnhalle war zum letzten Mal Veranstaltungsort des Heimatabends, der die letzten 30 Jahre hier stattfand.

 

1995

Zum 75-jährigen Gründungsfest konnten wir als erster Ortsverein unseren Jubiläumsheimatabend in der ausverkauften neuen Stadthalle feiern. Zusammen mit den Patenvereinen Lechhausen und Haunstetten wurde dieser anspruchsvolle Brauchtumsabend ein weiterer Glanzpunkt in unserem Vereinsleben.

 

1996/97

Es wurde die zwischenzeitlich notwendig gewordenen umfassende Renovierung des 30 Jahre alten Vereinsheimes durchgeführt. Außer der neu eingerichteten offenen Bauernstube wurde auch der gesamte Innenraum erneuert. Seitdem gab es jeden ersten Sonntag im Monat einen netten Lederhosen-Frühschoppen.

 

1997

Im März feierte unser Ehrenmitglied Georg Steinbeißer bei guter Gesundheit den 90. Geburtstag. Niemand konnte glauben, daß wir ihn bereits vier Monate später zu Grabe tragen mussten. 17 Fahnen und die Gaustandarte begleiteten ihn auf seinem letzten Weg.

 

1999

Anläßlich einer Klausurtagung in Rinnen wurde beschlossen, abwechselnd mit dem Heimatabend einen Hoigarta in einem Ortsteil von Gersthofen abzuhalten. Dieser fand erstmalig im März in der Mehrzweckhalle Batzenhofen statt.

 

2000

Der HVTV Gersthofen feierte sein 80-jähriges Gründungsfest mit einem Empfang der Stadt Gersthofen. Im Foyer des Rathauses fand eine 14 Tage dauernde Bilder- und Trachtenausstellung statt. Am Samstag wurde ein großer Heimatabend in der Stadthalle veranstaltet.

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